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	<title>David Spencer &#187; Presse und Rezension</title>
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	<description>Playwright &#38; Creative Writing Tutor</description>
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		<title>Rhein-Main-Zeitung: Space</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 22:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Rhein Main Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: 23.05.2010 Ressort: Kultur Autor: Matthias Bischoff Babys heiraten Babys Ein bewegender Abend: Das Staatstheater Darmstadt zeigt David Spencers Stück „Raum (Space)“. Eine überdimensionale Baby-Strampeldecke in Form eines Hündchens liegt auf der Bühne der Kammerspiele im Staatstheater Darmstadt. Sie ist aus Patchwork und steht für das zusammengeflickte und chaotische Leben all derer, die auf der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 23.05.2010<br />
Ressort: Kultur<br />
Autor: Matthias Bischoff</p>
<h1>Babys heiraten Babys</h1>
<h4>Ein bewegender Abend: Das Staatstheater Darmstadt zeigt David Spencers Stück „Raum (Space)“.</h4>
<p>Eine überdimensionale Baby-Strampeldecke in Form eines Hündchens liegt auf der Bühne der Kammerspiele im Staatstheater Darmstadt. Sie ist aus Patchwork und steht für das zusammengeflickte und chaotische Leben all derer, die auf der Decke und dem Sitzsackberg des Hundekopfs herumkrabbeln wie Kleinkinder, die nicht erwachsen werden können.</p>
<p>Beziehungen, Familie, soziale Zusammenhänge – all dies ist Patchwork im Leben von Dean (Stefan Schuster) und Pam (Diana Wolf), die zu Beginn des Stücks im glückseligen Stadium der ersten Verliebtheit sind. Es ist eine Liebe, von der man schnell ahnt, dass sie den Herausforderungen des Alltags kaum wird standhalten können. Denn Dean und Pam zählen zu jenen Menschen, die man aus den Doku-Soaps des Privatfernsehens kennt. Aber ihnen helfen keine Super-Nanny und kein Schuldenberater, sie müssen selbst sehen, wie sie mit dem staatlich alimentierten Leben knapp oberhalb des Existenzminimums zurechtkommen.<strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.david-spencer.de/wp-content/uploads/2010/05/space_fotografin_barbara_aumueller_faz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-248" title="Bildmaterial: Barbara Aumüller (FAZ)" src="http://www.david-spencer.de/wp-content/uploads/2010/05/space_fotografin_barbara_aumueller_faz.jpg" alt="Aufführung Staatstheater Darmstadt" width="363" height="546" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Bild: (c) Barbara Aumüller (FAZ)</p>
<p><strong>Schlechte Voraussetzungen für ein Happy-End</strong></p>
<p>Die Voraussetzungen für ein Happy-End sind denkbar schlecht. Pam hat aus einer früheren Beziehung den kleinen Gillian (Margit Schulte-Tigges spielt ihn mit beeindruckend authentischer Kindlichkeit), der sich nach einem Ersatzvater sehnt, seit sein leiblicher Vater Mike wegen Körperverletzung im Gefängnis ist. Der arbeitslose Dean, der auch schon Bekanntschaft mit dem Justizvollzug gemacht hat, schafft es mit seiner Obsession für Weltall und Himmelskörper schnell, den Jungen für sich einzunehmen.</p>
<p>Doch während die Beziehung zwischen den beiden immer intensiver wird, brechen die Konflikte zwischen Pam und Dean an den vorhersehbaren Sollbruchstellen auf. Mal ist es Eifersucht auf den Ex, mal sind es Geldsorgen, immer wieder sorgen auch die traurigen Nicht-Beziehungen zu den eigenen Eltern und die Traumata aus beider unglücklicher Kindheit für Streit und Zerrüttung. Deans hilflose Versuche, die manisch-depressive Pam davon zu überzeugen, alles werde gut, wenn sie nur endlich heirateten, scheitern selbst dann, als ein zweites gemeinsames Baby auf der Welt ist.</p>
<p><strong>&#8220;Erwachsen wird hier niemand, manche kriegen halt ’nen Job.&#8221;</strong></p>
<p>Der britische Dramatiker David Spencer hat &#8220;Raum (Space)&#8221; bereits Ende der achtziger Jahre geschrieben. Die von Martin Ratzinger einfühlsam inszenierte deutsche Erstaufführung fällt in eine Zeit, in der das Bewusstsein für die Chancenlosigkeit des sogenannten Prekariats auch in Deutschland gewachsen ist. Spencers Stück entreißt das darin um ein besseres Leben kämpfende Paar dem Verwertungs- und Entblößungszugriff der Boulevardmedien und gibt den Menschen hinter dem Klischee ihre Würde zurück. Dabei gelingt es ihm, das unheilvolle Zusammenwirken ökonomischer, sozialpsychologischer und individueller Bedingungen sichtbar zu machen.</p>
<p>Zur zentralen Metapher, die sich im Bühnenbild und in der Kleidung der Hauptfiguren (Micky-Maus-Shirt, Snoopy-Aufnäher auf den Jeans) manifestiert, wird die Unreife der Menschen. &#8220;Hier in der Siedlung heiraten Babys Babys, dann können sie noch mehr Babys haben&#8221;, erkennt Dean seine eigene Lage und umschreibt das Dilemma:&#8221;Erwachsen wird hier niemand, manche kriegen halt ’nen Job.&#8221; Diese Erkenntnis ist immerhin ein Anfang, und so ertappt man sich am Ende dieses gewiss nicht großen, aber bewegenden Theaterabends dabei, wie man dem Paar trotz all der Hoffnungslosigkeit ihres letzten, womöglich zur endgültigen Trennung führenden Streits die Daumen drückt, dass sie es doch noch schaffen, den Teufelskreis der Patchworkexistenz zu durchbrechen und ihre Liebe in einen erträglichen Familienalltag zu retten.</p>
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		<title>Die Welt: Red Stars</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2004 18:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 16.04.2004 Autor: AT Wie fühlen sich eigentlich junge Deutsch-Russen? &#8220;Bloß keine Panik&#8221;, sagt Nova und zittert am ganzen Leib. Gleich steckt sie ihr Neugeborenes in die Babyklappe und wird es nie mehr wiedersehen. Eine Schlüsselszene aus dem Theaterstück &#8220;Red Stars&#8221; von David Spencer, das am Mittwoch Gastspiel-Premiere im Malersaal des Schauspielhauses feierte. In die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 16.04.2004<br />
Autor: AT</p>
<p><strong>Wie fühlen sich eigentlich junge Deutsch-Russen?</strong></p>
<p>&#8220;Bloß keine Panik&#8221;, sagt Nova und zittert am ganzen Leib. Gleich steckt sie ihr Neugeborenes in die Babyklappe und wird es nie mehr wiedersehen. Eine Schlüsselszene aus dem Theaterstück &#8220;Red Stars&#8221; von David Spencer, das am Mittwoch Gastspiel-Premiere im Malersaal des Schauspielhauses feierte. In die Geschichte einer deutsch-russischen Rockband verwebt sich das Schicksal der von ihrem Stiefvater geschwängerten Nova. Das überwiegend russischstämmige Publikum bejubelte das liebevoll inszenierte Stück der Jugendtheaterwerkstatt Spandau. Die Identifikation des Publikums mit dem Stoff schien groß: Im Zentrum steht die Geschichte deutsch-russischer Jugendlicher und ihr Versuch, sich einzuordnen in eine ihnen vertraute und doch fremde Welt. Unterstrichen wurde dieses Lebensgefühl durch die Live-Rockeinlagen der &#8220;Red Stars&#8221;.</p>
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		<title>Scheinschlag: Red Stars</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2004 18:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Red Stars]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 01.03.2004 Autor: Mandy Fox Geflucht wird auf Russisch Die JugendTheaterWerkstatt zeigt ein Stück über russische Aussiedler Ein junges Mädchen steht mit ihrem Säugling vor einer Babyklappe, der Verzweiflung nahe und innerlich zerrissen, ob sie ihr Kind dort „hineinschmeißen&#8221; soll. Wird es weich fallen? Was ist, wenn dort schon viele andere Babys liegen?, fragt sie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 01.03.2004<br />
Autor: Mandy Fox</p>
<p><strong>Geflucht wird auf Russisch<br />
Die JugendTheaterWerkstatt zeigt ein Stück über russische Aussiedler</strong></p>
<p>Ein junges Mädchen steht mit ihrem Säugling vor einer Babyklappe, der Verzweiflung nahe und innerlich zerrissen, ob sie ihr Kind dort „hineinschmeißen&#8221; soll. Wird es weich fallen? Was ist, wenn dort schon viele andere Babys liegen?, fragt sie sich. Zeitgleich wartet die deutsch-russische Rockband „Red Stars&#8221; in einem Club auf ihren Drummer und Gitarristen. Die Aufregung ist groß, denn der Auftritt ist in wenigen Minuten und ein Manager von Universal soll heute unter den Zuschauern sein!</p>
<p>So beginnt das Stück Red Stars, geschrieben von dem Engländer David Spencer in Zusammenarbeit mit Volker Hartung, Dramaturg der JugendTheaterWerkstatt Spandau, und Koala Jam, einer Berliner Band, die diesen Theaterabend entscheidend prägt. Spencers Absicht war es, die Probleme von Migranten aufzugreifen: die sprachliche Barriere, das ständige Erinnertwerden, daß man eben nicht deutsch ist. „Viele Immigranten haben die verständliche Tendenz, sich zu ghettoisieren&#8221;, fügt Hartung hinzu. Um dem entgegenzuwirken, kam die Idee auf zur Zusammenarbeit mit jugendlichen russischen Aussiedlern, die in dem Stück mitspielen.</p>
<p>Es geht um Heimat und um die Sprache als Barriere, aber auch als verbindendes Element. Durch das Zusammentreffen der russischen Band mit der jungen Mutter Nova vor der Babyklappe werden alle Beteiligten gezwungen, sich miteinander zu beschäftigen. Die Musiker müssen deutsch sprechen, weil Nova sie sonst nicht versteht. Und Nova schreibt ihnen ein Lied auf Deutsch, ein Lied in der Sprache, die für sie genauso wie Englisch eine Fremdsprache ist.</p>
<p>Geflucht wird in diesem Stück ausschließlich auf Russisch. Die Russen im Publikum lachen, ich selbst verstehe nichts, doch das braucht man laut Spencer auch nicht. Es reicht, eine Stimmung aufzunehmen. Der Brückenschlag zu Nova und auch zum Publikum entsteht durch die Musik, durch schnelle Rocksongs, Balladen oder die leise musikalische Begleitung der Szenen. Musik ist eine Sprache, die verbindet. So wie die Arbeit an diesem Theaterstück verbunden hat. Es sind Freundschaften, sogar eine Liebesbeziehung entstanden.</p>
<p>„We&#8217;re the Red Stars, we&#8217;re gonna rock you from Moscow to the planet mars!&#8221; singen die Red Stars. Das nächste Mal rocken sie am 21. und 23. April im p14 der Volksbühne-Ost, mit etwas Glück vielleicht auch noch im Mai im HAU 3.</p>
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		<title>Die Welt: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2001 14:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clämoarr]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 10.04.2001 Ressort: Hamburg Feuilleton Autor: Isk Ganz schön gemein Hamburger Kritik: Neues Cinema Das Mädchen Coco jammert und bettelt, es appelliert an die Großmut des mächtigen Waffenschiebers. Die Angst bricht ihre Standhaftigkeit. Sie krümmt sich, wiederholt winselnd immer wieder dieselben Worte in ihrer uns unverständlichen asiatischen Sprache. Der Krieg, der draußen vor der Tür [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 10.04.2001<br />
Ressort: Hamburg Feuilleton<br />
Autor: Isk</p>
<p><strong>Ganz schön gemein<br />
Hamburger Kritik: Neues Cinema</strong></p>
<p>Das Mädchen Coco jammert und              bettelt, es appelliert an die Großmut des mächtigen Waffenschiebers.              Die Angst bricht ihre Standhaftigkeit. Sie krümmt sich, wiederholt              winselnd immer wieder dieselben Worte in ihrer uns unverständlichen              asiatischen Sprache. Der Krieg, der draußen vor der Tür              herrscht, findet hier in einer stinkenden Absteige seinen niedrigsten              Ausdruck. Und vielleicht sein hilflosestes Opfer. Der Waffenschieber              fesselt Coco ans Bett. David Spencer, englischer Theaterautor, möchte              Echtheit. Er will die Wahrheit durch ein hohes Maß an Realität              in seine kleine Theaterwelt zwingen.</p>
<p>Damit stößt er zwangsläufig              an die Grenzen dessen, was Theater leisten kann. In seinem Stück              &#8220;Clämoarr/ Geschrei&#8221; versucht er das Thema &#8220;Gewalt&#8221;              auf zwei verschiedenen Ebenen in den Griff zu bekommen. Der anfänglich              beschriebenen Szene stellt Spencer eine auf der lokalen Ebene angesiedelten              Szene voran. Hier zeigt Spencer weniger pointiert &#8211; eher dokumentarisch              &#8211; die Gewalt in ihrem Ursprung: In einem Park kämpfen Jugendliche              um Arbeit, Anerkennung und den nächsten Drogenrausch. Sie sind              unfähig, die eigenen Existenzängste mit denen anderer zu              teilen.</p>
<p>Letztlich geht es auch hier um den              Erhalt simpler Machtstrukturen. Der Selbstjustiz übende Waffenschieber              erscheint nun in der Person eines kriegsgeschädigten Spießbürgers,              der mit Pitbull und Baseballschläger den &#8220;jugendlichen Unrat&#8221;              aus dem Park vertreiben will. &#8220;Clämoarr&#8221; ist der Kampfruf              des schwertschwingenden Jugendlichen, der den Spießerveteranen              in einer finalen Sequenz zur Strecke bringen will. David Spencers              Stück ist dennoch mehr als ein wütender Aufschrei. Der Autor              hält sich streng an die Devise &#8220;Think global, act local&#8221;.              Gleichzeitig gelingt es ihm, die Problematik höchst kunstvoll              zu verdichten. Das Problem, das der ein oder andere Zuschauer an diesem              Abend im Neuen Cinema mit Spencers Stück hatte, beruhte auf dessen              unentschiedener Darstellungsform. Was hier im Rahmen der Lesereihe              &#8220;Stück: Gut&#8221; gezeigt wurde, war mehr als eine szenische              Lesung, aber eine Theateraufführung war es deshalb noch lange              nicht. Es war der Versuch, ein Theaterstück zu rekonstruieren,              das der Regisseur Serdal Karaca mit jugendlichen Spandauer Laienschauspielern              im vergangenen Herbst in Berlin aufgeführt hatte. Ein gewagtes              Experiment. In Erinnerung bleibt eine den Durchschnitt überragende              schauspielerische Leistung: Sabine Dotzer beweist als Coco, das sie              mehr kann, als nur sich selbst zu spielen.</p>
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		<title>die tageszeitung: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2001 14:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clämoarr]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 06.04.2001 Ressort: Rezension Autor: Liv Heidbüchel .. weil niemand die Sprache des anderen spricht Im Neuen Cinema am Steindamm: David Spencer mit einer szenischen Lesung seines Stücks &#8220;Clämoarr&#8221; Neidvoll blickt er auf den Umgang deutschsprachiger Bühnen mit Stücken: Eine in den Sand gesetzte Inszenierung bedeutet ja noch kein Aus für ein Stück. In Großbritannien [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 06.04.2001<br />
Ressort: Rezension<br />
Autor: Liv Heidbüchel</p>
<p><strong>.. weil niemand die Sprache des anderen spricht<br />
Im Neuen Cinema am Steindamm: David Spencer mit einer szenischen Lesung          seines Stücks &#8220;Clämoarr&#8221;</strong></p>
<p>Neidvoll            blickt er auf den Umgang deutschsprachiger Bühnen mit Stücken:            Eine in den Sand gesetzte Inszenierung bedeutet ja noch kein Aus für            ein Stück. In Großbritannien sei es dagegen schon schwierig,            einen Text überhaupt nochmal aufgeführt zu bekommen. Ganz            ohne Larmoyanz stellt er fest: &#8220;Deutschland ist für viele            ein ökonomisches Exil.&#8221;</p>
<p>Am Deutschen Schauspielhaus arbeitet            der 43-jährige Autor David Spencer als Projektleiter derzeit mit            SchülerInnen im Projekt &#8220;Schreibtheater&#8221;. Passend dazu            wird er am Sonntag sein vorletztes Werk Clämoarr/ Geschrei in der            Lesereihe &#8220;Stück:Gut&#8221; präsentieren. Denn Clämoarr            ist auch ein Stück über Jugendliche. Die szenische Lesung            lehnt sich stark an der Uraufführung in der JugendTheaterWerkstatt            Spandau im vergangenen Herbst an. Seitdem ist das Stück nicht mehr            gezeigt worden. Das gesamte Amateurensemble reist zur Lesung nach Hamburg.</p>
<p>Der erste Teil des Stücks spielt            in einem Berliner Park und erweckt eine Jugendgang zum Leben: Wenige            sprechen mehr als zwei zusammenhängende Sätze, zwischen Joint,            Diebesgut und Speedline bedroht und beschimpft man einander. Und, weil            es die Posse ist, hält man natürlich zusammen wie Pech und            Schwefel. Dass diese Parkidylle normale Spaziergänger belästige            und folglich Recht und Ordnung einzukehren habe, ist die Überzeugung            des rassistischen Philipp Austerlitz. Zusammen mit seinem Pitbull Satan            geht der selbsternannte Polizist Streife durch den Park. Unausweichlich            ist das mörderische Aufeinanderprallen der Jugendlichen und Austerlitz.</p>
<p>Der zweite Teil von Clämoarr zeigt,            dass lokale und globale Gewalt nicht voneinander zu trennen sind: In            einem fiktiven, asiatischen Land kommt es zwischen den gleichen Figuren            unter anderen Namen wieder zu Krieg. Versatzstücke aus schriftlichen            Übereinkünften auf weltpolitischer Ebene verleihen auch dem            zweiten Teil realistisch-dokumentarischen Charakter. Verhandlungen scheitern,            weil niemand die Sprache des anderen spricht. Alle reden in wildem Kauderwelsch:            Eine Artikulationsweise, die David Spencer sofort zu improvisieren in            der Lage ist.</p>
<p>Dass Sprachlosigkeit oft Ursache von            Gewalt ist, weiß Spencer besser als viele andere. Wie bereits            in einem Gefängnis in Manchester, arbeitet der Dramatiker auch            in der JVA Tegel. &#8220;Ein eingeknasteter Mensch ist in den verschiedenen            Schachteln von Cops, Psychologen und Richtern gefangen&#8221;, meint            Spencer. Seine Anleitung zum kreativen Schreiben versteht er als Konfliktmanagement:            &#8220;Für manche ist es schon ein Sieg, einen einzigen Satz zu            schreiben.&#8221; Clämoarr erzählt eine Menge über Gewalt.            Und darüber, dass sie noch nicht aufhört, wenn man mehr als            einen Satz sagt. Liv Heidbüchel</p>
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		<title>die tageszeitung: CLÄMOARR</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Nov 2000 14:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clämoarr]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 17.11.2000 Ressort: Rezension Autor: Andreas Becker Die Rehabilitation des Drastischen Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau führt &#8220;Clämoarr&#8221; von David Spencer auf und lernt, wie man den wohl verdienten Beifall aushält beziehungsweise wie man am elegantesten von einer Bühne kommt &#8220;Und was machen wir, wenn die immer weiter klatschen?&#8221; Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau übt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 17.11.2000<br />
Ressort: Rezension<br />
Autor: Andreas Becker</p>
<p><strong>Die Rehabilitation des Drastischen<br />
Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau führt &#8220;Clämoarr&#8221;          von David Spencer auf und lernt, wie man den wohl verdienten Beifall aushält          beziehungsweise wie man am elegantesten von einer Bühne kommt</strong></p>
<p>&#8220;Und was machen wir, wenn die immer            weiter klatschen?&#8221; Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt            Spandau übt gerade, wie man am elegantesten von einer Bühne            kommt. &#8220;Der Mittlere drückt dem Nächsten die Hand, der            dem Nächsten &#8211; dann verbeugen sich alle&#8221; lautet die Regieanweisung            von Serdal Karaca. Na, das klappt doch schon ganz gut. Gar nicht zufrieden            ist der Kurde mit den Gedächtnislücken seiner Jungschauspieler.            Für sein Gefühl hat die Truppe bei der Generalprobe des Stücks            &#8220;Clämoarr&#8221; ein wenig zu viel improvisiert. Er schwört            alle darauf ein, am nächsten Tag vor der Premiere drei Stunden            früher im Jugendhaus Spandau zum letzten &#8220;Training&#8221; aufzulaufen.            Derweil hüpfen quietschebunte, russische Mädchen zum Aerobic            durchs Foyer, vorbei an den Jungs beim Billard.</p>
<p>Nach den Boxing-Nights im Frühjahr            ist &#8220;Clämoarr&#8221; die zweite Produktion der Spandauer in            diesem Jahr. Das Stück von David Spencer, der an der Hochschule            der Künste HdK szenisches Schreiben unterrichtet, ist kein eben            leichter Brocken. Wort- und auch sonst gewaltig versucht Spencer einen            weiten Bogen von der Spandauer Parkbank mit Graffiti bis zum Bürgerkrieg            in Bosnien und anderswo. Sogar die Uno bekommt ihr Fett weg. Die Uraufführung            zerfällt in zwei disparate Teile. Im ersten baden wir (die Zuschauer            sitzen mitten im Raum auf Parkbänken) im mitreißenden Redefluss            aus Szenejargon und Fick-Dich-Attitüde. Die Multikulti-Jugendgang            vertreibt sich die Ödnis in Clämoarr (Geschrei) mit einem            recht authentischen Mischmasch aus Zärtlichkeit, Brutalität            und Pubertät. Mit geballter Energie werfen sie sich gegenseitig            in den Dreck, wälzen sich im Rindenmulch &#8211; Gärtnerlatein für            zerhäckselte Baumreste, die den Boden des Jugendhauses an eine            Zirkusarena erinnern lassen. Die Kids klauen einen Laptop und diskutieren            beim Joint, ob man von Speed Dünnschiss bekommt. Der Feind trägt            Hundeleine. Sein Schäferhund heißt Satan.</p>
<p>An ihre Grenzen geraten die talentierten            Nachwuchsakteure beim zweiten &#8220;Clämoarr&#8221;-Teil, der anspruchsvoll            eine Analogie weltweiter Gewaltausbrüche junger Leute zu konstruieren            sucht. Der Hundebesitzer, schon im ersten Teil erschlagen, muss noch            einmal als Waffenhändler tot gemacht werden. Die Wiederholung ist            hier nicht Farce, sondern blutrünstige, lustvolle Ausschweifung.            Der Autor rehabilitiert das Drastische, als hätte er bei der &#8220;Tagesschau&#8221;            jahrelang das Schlimmste rausgeschnitten. Die Zuschauer kommen sogar            in den Genuss ihrer eigenen Scheinerschießung &#8211; unter Mithilfe            der Uno-Friedenstruppen. Eine halbe Nummer kleiner hätte der Schuh            in Spandau vielleicht doch besser gepasst.</p>
<p>Trotzdem sind 32.000 Mark Projektzuschuss            vom Senat gut angelegt, die es vor allem deshalb gibt, weil hier so            viele &#8220;Nationen&#8221; zusammenwirken. Draußen am Imbiss wird            einem dann klar, was für ein Kontrastprogramm Theaterspielen in            dieser öden Hochhausgegend ist. Die einen hängen rum und bauen            Scheiße, die andern stellen dar, wie schlimm das enden kann. Wenn            das kein Kulturfortschritt ist &#8230; Und bei reichlich Beifall lernt man            auch noch perfekte Abgänge.</p>
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		<title>Radio MultiKulti: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Nov 2000 14:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Datum: 13.11.2000 Radiobeitrag Autor: Ursula Voßhenrich Radiobeitrag bei Radio MultiKulti von Ursula Voßhenrich am 13.11.2000 Martino, Bilo, Coco und die anderen lungern immer in ihrem Park herum, irgendwo in Berlin. Sie quatschen, klauen, kiffen und dealen, eine kleinkriminelle Jugendgang. Als der selbsternannte Kiezscheriff Philipp Austerlitz auftaucht, schlägt die Situation plötzlich ins Brutale um. Philipp Austerlitz, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 13.11.2000<br />
Radiobeitrag<br />
Autor: Ursula Voßhenrich</p>
<p><strong>Radiobeitrag bei Radio MultiKulti            von Ursula Voßhenrich am 13.11.2000</strong></p>
<p>Martino, Bilo, Coco und die anderen            lungern immer in ihrem Park herum, irgendwo in Berlin. Sie quatschen,            klauen, kiffen und dealen, eine kleinkriminelle Jugendgang. Als der            selbsternannte Kiezscheriff Philipp Austerlitz auftaucht, schlägt            die Situation plötzlich ins Brutale um. Philipp Austerlitz, Typ            rechter Schläger, will mit seinem Pitbull im Park für Sauberkeit            und Ordnung sorgen. Die Situation eskaliert und endet blutig, Austerlitz            wird abgestochen.</p>
<p>Die nächste Szene führt ein            paar tausend Kilometer weiter südöstlich, in ein fiktives,            asiatisches Land, indem Bürgerkrieg herrscht. Ein deutscher Waffenhändler            gerät zwischen die Fronten der Parteien, an denen er bislang verdient            hat, zwischen Staatsmacht und Aufständische. Auch hier sind Jugendliche            an den Waffen, die Freie Volksarmee stürzt das alte System.</p>
<p>Welten liegen zwischen den Szenen im            Berliner Park und der blutigen Revolution in Asien. Dennoch gibt es            Verbindungen zwischen diesen Teilen. Die Gewalt hat ähnliche psychologische            Mechanismen, sagt David Spencer, Autor des Stückes CLÄMOARR.</p>
<p>David Spencer:<br />
In dem ersten Teil wird die Gewalt auch unter Jugendlichen, von diesen            Jugendlichen ausgeübt und auch gegen sie. In dem Sinne sind die            Systeme sehr ähnlich. Die Kinder, die Jugendlichen in beiden Teilen            versuchen ihren Raum zu schützen.</p>
<p>David Spencer stammt aus dem nordenglischen            Halifax und hat das Stück Clämoarr/Geschrei in Yorkshireakzent            geschrieben. Für die Spandauer Gruppe wurde es ins Deutsche übersetzt            und auf die Berliner Jugendlichen zugeschnitten. Da musste aber gar            nicht viel geändert werden. Figen Türker, eine der Schauspielerinnen,            ist das Lebensgefühl der Jugendlichen im Theaterstück ganz            vertraut.</p>
<p>Figen Türker:<br />
Dass dann einer von dem Vater geschlagen wird, oder dass mehrere von            den Eltern geschlagen werden. Und überhaupt, dass es dann da so            einen Chef gibt und der ist dann natürlich mit dem besten Mädchen            zusammen, mit der Schönsten aller Schönsten. Das ist eigentlich            typisch so, dass ist eigentlich immer so.</p>
<p>Die Spandauer Theatertruppe ist bunt            gemischt. Die jugendlichen Schauspieler kommen aus kurdischen, türkischen,            kubanischen, italienischen und deutschen Familien. Auch das passt gut            zum Stück und ist eben Berliner Realität sagt der Deutsch-Italiener            Manuel Abatecola, der den Anführer der Jugendgang spielt.</p>
<p>Manuel Abatecola:<br />
Das ist im Endeffekt so irgendwo in der Hasenheide, da hängen dann            wirklich Marokkaner, Araber, Türken, Jugoslawen, Albaner, alle            zusammen in irgendeiner Clique und halten halt zusammen. Und die kämpfen            dann wiederum gegen andere Schwarzköpfe, gegen andere Albaner und            andere Araber und, und, und. Und da passt die Truppe wunderbar zusammen.</p>
<p>Clämoarr ist ein Stück über            Gewalt, vor allem über das nicht mehr im Griffhaben von Gewalt,            über das Zündeln, aus dem plötzlich ein Großbrand            wird und es ist ein Stück über das Geschrei/Clämoarr,            aus Schmerz, aber auch aus Entsetzen, dass es zum Löschen zu spät            ist.</p>
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		<title>Berliner Morgenpost: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Nov 2000 14:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Datum: 13.11.2000 Ressort: Lokalanzeiger Autor: Evelin Süß Nach ein paar Joints wird das Grinsen im Stück «Clämoarr» extrabreit Falkenhagener Feld &#8211; Gewalt. Für viele ist das nur ein Wort, ein blutig geschlagenes Gesicht auf einem Fernsehbild, eine Messerstecherei im Polizeibericht einer Zeitung. Das muss man nicht lesen, man kann wegschauen. Und die potenzielle Gewalt, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 13.11.2000<br />
Ressort: Lokalanzeiger<br />
Autor: Evelin Süß</p>
<p><strong>Nach ein paar Joints wird das Grinsen im            Stück «Clämoarr» extrabreit</strong></p>
<p>Falkenhagener Feld &#8211; Gewalt. Für            viele ist das nur ein Wort, ein blutig geschlagenes Gesicht auf einem            Fernsehbild, eine Messerstecherei im Polizeibericht einer Zeitung. Das            muss man nicht lesen, man kann wegschauen. Und die potenzielle Gewalt,            die abends an einer Spandauer Imbissbude mit einem Schlagring in der            Hand spielt, blieb bei der Uraufführung des Theaterstückes            «Clämoarr» von David Spencer am Sonnabend draußen.            Aber von solcher Art Gewalt handelt das Stück.</p>
<p>Regisseur Serdal Karaça setzt            sie in ihrer ganzen Härte um. Das war den etwa 60 Besuchern der            Premiere im Stadtteilzentrum Klubhaus Falkenhagener Feld an der Westerwaldstraße            13 schnell klar.</p>
<p>In «Clämoarr», deutsch:            Geschrei,<br />
wird eineinhalb Stunden lang gedealt und gekifft, geklaut, geprügelt            und gemordet. Teils wirkt das echt. Es beginnt mit einer Jugendgang            in einem Spandauer Park. Die Zuschauer sind ganz nah dran. Der Raum            ist komplett mit Rindenmulch und Kies ausgelegt. Eine Parkbank dazu,            mehr nicht. Auf gleichen Bänken sitzen die Zuschauer an drei Seiten            des Raumes, gleichsam im Bühnenbild.</p>
<p>Das Hasch, das die jugendlichen Schauspieler            der Jugendtheaterwerkstatt Spandau rauchen, ist zu riechen. Man versteht            leicht, warum Manuel Abatecola in der Rolle des Anführers Martino            eben noch versuchte, sich den Frust über den Verlust seines Jobs            nicht anmerken zu lassen.</p>
<p>Nach ein paar Joints wird sein Grinsen            extrabreit. Großartig protzt und prahlt er vor seiner Bande, wie            er beim Ausschenken des Kaffees für «Yuppie-Scheißer»            immer langsamer wurde und dann «Zwei Schweigeminuten für            Marvin Gaye» einlegte.</p>
<p>Diese der wenigen langen Sequenzen des            Stückes wird abrupt abgebrochen durch Roland Bohr in der Rolle            des Neofaschisten Philipp Austerlitz. Dem passen die kriminellen Jugendlichen            im «Volkspark» nicht. Er verprügelt sie. Die Kürze            dieser Szenen unterstreicht seine Brutalität. Manchmal läuft            der Kampf zwischen Bohr und Abatecola wie in Zeitlupe ab. Abrupt wechselt            diese in Echtzeit. Bohr wirft Abatecola brutal und blitzschnell zu Boden,            dass Rindenmulch aus dem Bühnenbild auf die Zuschauer spritzt.</p>
<p>Schlag auf Schlag verkörpern die            Schauspieler die Absicht des Stückes, dass Gewalttaten auf denjenigen            zurückfallen, der sie ursprünglich begangen hat. So ist es            konsequent, dass Philipp Austerlitz am Ende des ersten Akts per Samurai-Schwert            andeutungsweise von den Jugendlichen geköpft wird.</p>
<p>Deswegen ist der Zuschauer zunächst            verwirrt, als Bohr zu Beginn des zweiten Teils unverletzt auftaucht.            Zwar rückt das Geschehen &#8211; Bürgerkrieg in einem fiktiven asiatischen            Land &#8211; auch durch das Bühnenbild auf der Empore des Raumes &#8211; räumlich            vom Zuschauer ab. Aber der Zuschauer benötigt eine Weile, um sich            vom Spandauer Park in das Zimmer des deutschen Waffenhändlers Klaus            Dieter Kaufmann (gespielt von Bohr) umzustellen. Die unterschiedlichen            Ausprägungen von Gewalt beider Teile stehen gleichberechtigt nebeneinander.            Aber warum sie in dem Theaterstück miteinander verbunden werden,            erschließt sich dem Zuschauer nicht. Das vermag auch der dritte            Akt, als UN-Soldaten die Macht in dem Spandauer Park übernehmen,            nicht. Trotz aller Mühe der Schauspieler ist es fürs Publikum            schwieirig, der Handlung zu folgen.</p>
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		<title>Berliner Morgenpost: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Nov 2000 14:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Datum: 09.11.2000 Ressort: Lokalanzeiger Autor: Evelin Süß Stehlen, kiffen, pöbeln &#8211; Szenen aus dem Alltag von Jugendlichen Jugendtheaterwerkstatt Spandau präsentiert neues Stück «Clämoarr!» Falkenhagener Feld &#8211; Grell scheint das Licht in den Park. Ein Mädchen sitzt auf einer Bank. Zwei angetrunkene Jungs kommen vorbei. «Geile Titten», pöbelt einer der beiden, Micha, das Mädchen Chrissy an. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 09.11.2000<br />
Ressort: Lokalanzeiger<br />
Autor: Evelin Süß</p>
<p><strong>Stehlen, kiffen, pöbeln &#8211;            Szenen aus dem Alltag von Jugendlichen<br />
Jugendtheaterwerkstatt Spandau präsentiert neues Stück «Clämoarr!»</strong></p>
<p>Falkenhagener Feld &#8211; Grell scheint            das Licht in den Park. Ein Mädchen sitzt auf einer Bank. Zwei angetrunkene            Jungs kommen vorbei. «Geile Titten», pöbelt einer der            beiden, Micha, das Mädchen Chrissy an. «Verpiss dich»,            knurrt sie. Micha lässt die Rüpelei nicht. Chrissy sprüht            ihm Tränengas in die Augen. Dann geht sie auf Willy, Michas Kumpel,            los. Nimmt ihm die Sporttasche weg. Willy wird zornig. Er wirft Chrissy            zu Boden. Eine kleine Prügelei beginnt.</p>
<p>Der Park ist in Wirklichkeit ein            Probenraum im Jugendfreizeitheim Klubhaus an der Westerwaldstraße.            Die Gewalttätigkeiten zwischen den Jugendlichen sind gespielt.            Die Szene stammt aus dem Dreiakter «Clämoarr!» von            David Spencer, einer neuen Produktion der Jugendtheaterwerkstatt Spandau.</p>
<p>Christine Siemund und Figen Türker            gehören zu den sieben Darstellern, mit denen Regisseur Serdal Karaça            derzeit für Aufführungen von «Clämoarr!»            probt. Thema des Stückes sind verschiedene Formen von Gewalt. Karaça            hat es gewählt, «weil mir gefällt, dass Täter und            Opfer nicht auf einzelne Personen festgelegt sind». Wichtig sei,            dass die Gewalttat immer wieder auf denjenigen zurückwirke, der            sie ursprünglich verübt hat. Das hat Regisseur Karaça            bereits an seinem Regiedebüt «Wilde Hunde» umgesetzt,            einer Adaption von Quentin Tarantinos Film «Reservoir Dogs».</p>
<p>Der erste Teil von «Clämoarr!»            handelt von einer erfundenen Jugendgang. Eine solche könnte sich            in Wirklichkeit aber in jedem Spandauer Park treffen. Denn um die Treffs            von Spandauer Jugendlichen näher kennen zu lernen und im Stück            umzusetzen, haben sich Karaça und Dramaturg Volker Hornung mit            Polizisten des Fachkommissariats Jugendgruppengewalt unterhalten. Solche            Informationen haben die Theaterleute für «Clämoarr!»            übernommen. Sie schildern den Alltag der Jugendlichen wie eine            scheinbar ewige Wiederholung aus stehlen, kiffen, pöbeln, Frust            und Lust.</p>
<p>Das wird durch den Neofaschisten Philipp            Austerlitz gestört, gespielt von Roland Bohr, dem einzigen Berufsschauspieler            in dieser Inszenierung. Der zweite Akt spielt in einem fiktiven asiatischen,            vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Im dritten Teil sollen die beiden            vorangegangenen miteinander verbunden werden.</p>
<p>Autor Spencer hat das Stück            im Original «Clamor», deutsch: Geschrei, genannt. Daraus            wurde für die Produktion der Jugendtheaterwerkstatt «Clämoarr!»            Dramaturg Hornung, der das Stück aus dem Englischen übersetzt            hat, weiß, warum der Originaltitel verändert wurde: «Der            Zuschauer soll Clamor nicht mit Glamour verwechseln.» Die Besucher            können sich bei der Premiere am Sonnabend, dem 11. November, um            20 Uhr im Klubhaus, Westerwaldstraße 13, davon überzeugen.</p>
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		<title>The Independent: Killing the cat</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Sep 1990 15:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Killing the cat]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[The Independent]]></category>

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		<description><![CDATA[Date: 09/13/1990 Author: Georgina Brown David Spencer&#8217;s Killing the Cat explores the repercussions for a working-class family when the son writes a novel exposing his father&#8217;s sexual abuse of his daughter. It is Spencer&#8217;s second winner of the Verity Bargate Award for new writers and an exceptional piece &#8211; dense, demanding and boldly conceived, and [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Date: 09/13/1990<br />
Author: Georgina Brown</p>
<p>David Spencer&#8217;s Killing the Cat explores the repercussions for a working-class family<br />
when the son writes a novel exposing his father&#8217;s sexual abuse of his daughter. It is<br />
Spencer&#8217;s second winner of the Verity Bargate Award for new writers and an exceptional piece &#8211; dense, demanding and boldly conceived, and here given a searing production by Sue Dunderdale and a superb cast.</p>
<p>Danny (Sean Bean at his most transfixing) and his sister Sheilagh (played with raw<br />
emotion by Sally Rogers) hate their father, Sam, for what he has done to Sheilagh; but they love him because he is their father. Spencer allows his characters and their<br />
relationships to be infinitely complex, riddled with plausible ambiguities and<br />
contradictory emotions, and as a result they are frighteningly real. It&#8217;s the<br />
children&#8217;s inability (or perhaps determined refusal) to hate their father that<br />
suspends our moral judgement of him. A scene in which Sam sits mindlessly watching a train set go round and round provides one of many details through which Spencer invites our sympathy for him &#8211; his childhood in an orphanage, the hatred Irish immigrants face, his wife&#8217;s coldness. Alan Devlin gives a superlatively horrible performance as Sam, proud, pugnacious and pissed, unquestioningly sentimental about his kids and himself and stone-deaf to criticism.</p>
<p>With almost cinematic fluency, the play slips backwards and forwards in time and place. The clever, gentle child (Dominic Kinnaird) who hero-worshipped his father is seen in sharp juxtaposition with the cynical adult he has become, a writer full of rage on behalf of his sister. The catharsis he experiences in writing about the abuse<br />
(&#8221;I was born with too many feelings. If I didn&#8217;t find anywhere to put them, I&#8217;d<br />
die of them&#8221;) is for Sheilagh a second invasion , which raises pertinent questions<br />
about a writer&#8217;s right to feed on other people&#8217;s lives.</p>
<p>It is hard to pin down the narrative any more precisely than the play&#8217;s oblique title.<br />
This might refer to a flashback scene in which a pet cat has been run over and Sam<br />
puts it out of its misery, an act that always haunted Danny. Or it might refer to<br />
the fact that Danny could wreak vengeance on his father by killing the cat Sam is<br />
besotted with. But the validity of each individual&#8217;s version of reality and the<br />
inevitably imperfect understanding of another&#8217;s point of view are exactly those<br />
areas that Spencer is exploring. The imaginative power of his play lies in its<br />
insistence that we pay attention.</p>
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