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	<title>David Spencer &#187; Berliner Morgenpost</title>
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	<description>Playwright &#38; Creative Writing Tutor</description>
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		<title>Berliner Morgenpost: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Nov 2000 14:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clämoarr]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Morgenpost]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: 13.11.2000 Ressort: Lokalanzeiger Autor: Evelin Süß Nach ein paar Joints wird das Grinsen im Stück «Clämoarr» extrabreit Falkenhagener Feld &#8211; Gewalt. Für viele ist das nur ein Wort, ein blutig geschlagenes Gesicht auf einem Fernsehbild, eine Messerstecherei im Polizeibericht einer Zeitung. Das muss man nicht lesen, man kann wegschauen. Und die potenzielle Gewalt, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 13.11.2000<br />
Ressort: Lokalanzeiger<br />
Autor: Evelin Süß</p>
<p><strong>Nach ein paar Joints wird das Grinsen im            Stück «Clämoarr» extrabreit</strong></p>
<p>Falkenhagener Feld &#8211; Gewalt. Für            viele ist das nur ein Wort, ein blutig geschlagenes Gesicht auf einem            Fernsehbild, eine Messerstecherei im Polizeibericht einer Zeitung. Das            muss man nicht lesen, man kann wegschauen. Und die potenzielle Gewalt,            die abends an einer Spandauer Imbissbude mit einem Schlagring in der            Hand spielt, blieb bei der Uraufführung des Theaterstückes            «Clämoarr» von David Spencer am Sonnabend draußen.            Aber von solcher Art Gewalt handelt das Stück.</p>
<p>Regisseur Serdal Karaça setzt            sie in ihrer ganzen Härte um. Das war den etwa 60 Besuchern der            Premiere im Stadtteilzentrum Klubhaus Falkenhagener Feld an der Westerwaldstraße            13 schnell klar.</p>
<p>In «Clämoarr», deutsch:            Geschrei,<br />
wird eineinhalb Stunden lang gedealt und gekifft, geklaut, geprügelt            und gemordet. Teils wirkt das echt. Es beginnt mit einer Jugendgang            in einem Spandauer Park. Die Zuschauer sind ganz nah dran. Der Raum            ist komplett mit Rindenmulch und Kies ausgelegt. Eine Parkbank dazu,            mehr nicht. Auf gleichen Bänken sitzen die Zuschauer an drei Seiten            des Raumes, gleichsam im Bühnenbild.</p>
<p>Das Hasch, das die jugendlichen Schauspieler            der Jugendtheaterwerkstatt Spandau rauchen, ist zu riechen. Man versteht            leicht, warum Manuel Abatecola in der Rolle des Anführers Martino            eben noch versuchte, sich den Frust über den Verlust seines Jobs            nicht anmerken zu lassen.</p>
<p>Nach ein paar Joints wird sein Grinsen            extrabreit. Großartig protzt und prahlt er vor seiner Bande, wie            er beim Ausschenken des Kaffees für «Yuppie-Scheißer»            immer langsamer wurde und dann «Zwei Schweigeminuten für            Marvin Gaye» einlegte.</p>
<p>Diese der wenigen langen Sequenzen des            Stückes wird abrupt abgebrochen durch Roland Bohr in der Rolle            des Neofaschisten Philipp Austerlitz. Dem passen die kriminellen Jugendlichen            im «Volkspark» nicht. Er verprügelt sie. Die Kürze            dieser Szenen unterstreicht seine Brutalität. Manchmal läuft            der Kampf zwischen Bohr und Abatecola wie in Zeitlupe ab. Abrupt wechselt            diese in Echtzeit. Bohr wirft Abatecola brutal und blitzschnell zu Boden,            dass Rindenmulch aus dem Bühnenbild auf die Zuschauer spritzt.</p>
<p>Schlag auf Schlag verkörpern die            Schauspieler die Absicht des Stückes, dass Gewalttaten auf denjenigen            zurückfallen, der sie ursprünglich begangen hat. So ist es            konsequent, dass Philipp Austerlitz am Ende des ersten Akts per Samurai-Schwert            andeutungsweise von den Jugendlichen geköpft wird.</p>
<p>Deswegen ist der Zuschauer zunächst            verwirrt, als Bohr zu Beginn des zweiten Teils unverletzt auftaucht.            Zwar rückt das Geschehen &#8211; Bürgerkrieg in einem fiktiven asiatischen            Land &#8211; auch durch das Bühnenbild auf der Empore des Raumes &#8211; räumlich            vom Zuschauer ab. Aber der Zuschauer benötigt eine Weile, um sich            vom Spandauer Park in das Zimmer des deutschen Waffenhändlers Klaus            Dieter Kaufmann (gespielt von Bohr) umzustellen. Die unterschiedlichen            Ausprägungen von Gewalt beider Teile stehen gleichberechtigt nebeneinander.            Aber warum sie in dem Theaterstück miteinander verbunden werden,            erschließt sich dem Zuschauer nicht. Das vermag auch der dritte            Akt, als UN-Soldaten die Macht in dem Spandauer Park übernehmen,            nicht. Trotz aller Mühe der Schauspieler ist es fürs Publikum            schwieirig, der Handlung zu folgen.</p>
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		<title>Berliner Morgenpost: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Nov 2000 14:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clämoarr]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Morgenpost]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: 09.11.2000 Ressort: Lokalanzeiger Autor: Evelin Süß Stehlen, kiffen, pöbeln &#8211; Szenen aus dem Alltag von Jugendlichen Jugendtheaterwerkstatt Spandau präsentiert neues Stück «Clämoarr!» Falkenhagener Feld &#8211; Grell scheint das Licht in den Park. Ein Mädchen sitzt auf einer Bank. Zwei angetrunkene Jungs kommen vorbei. «Geile Titten», pöbelt einer der beiden, Micha, das Mädchen Chrissy an. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 09.11.2000<br />
Ressort: Lokalanzeiger<br />
Autor: Evelin Süß</p>
<p><strong>Stehlen, kiffen, pöbeln &#8211;            Szenen aus dem Alltag von Jugendlichen<br />
Jugendtheaterwerkstatt Spandau präsentiert neues Stück «Clämoarr!»</strong></p>
<p>Falkenhagener Feld &#8211; Grell scheint            das Licht in den Park. Ein Mädchen sitzt auf einer Bank. Zwei angetrunkene            Jungs kommen vorbei. «Geile Titten», pöbelt einer der            beiden, Micha, das Mädchen Chrissy an. «Verpiss dich»,            knurrt sie. Micha lässt die Rüpelei nicht. Chrissy sprüht            ihm Tränengas in die Augen. Dann geht sie auf Willy, Michas Kumpel,            los. Nimmt ihm die Sporttasche weg. Willy wird zornig. Er wirft Chrissy            zu Boden. Eine kleine Prügelei beginnt.</p>
<p>Der Park ist in Wirklichkeit ein            Probenraum im Jugendfreizeitheim Klubhaus an der Westerwaldstraße.            Die Gewalttätigkeiten zwischen den Jugendlichen sind gespielt.            Die Szene stammt aus dem Dreiakter «Clämoarr!» von            David Spencer, einer neuen Produktion der Jugendtheaterwerkstatt Spandau.</p>
<p>Christine Siemund und Figen Türker            gehören zu den sieben Darstellern, mit denen Regisseur Serdal Karaça            derzeit für Aufführungen von «Clämoarr!»            probt. Thema des Stückes sind verschiedene Formen von Gewalt. Karaça            hat es gewählt, «weil mir gefällt, dass Täter und            Opfer nicht auf einzelne Personen festgelegt sind». Wichtig sei,            dass die Gewalttat immer wieder auf denjenigen zurückwirke, der            sie ursprünglich verübt hat. Das hat Regisseur Karaça            bereits an seinem Regiedebüt «Wilde Hunde» umgesetzt,            einer Adaption von Quentin Tarantinos Film «Reservoir Dogs».</p>
<p>Der erste Teil von «Clämoarr!»            handelt von einer erfundenen Jugendgang. Eine solche könnte sich            in Wirklichkeit aber in jedem Spandauer Park treffen. Denn um die Treffs            von Spandauer Jugendlichen näher kennen zu lernen und im Stück            umzusetzen, haben sich Karaça und Dramaturg Volker Hornung mit            Polizisten des Fachkommissariats Jugendgruppengewalt unterhalten. Solche            Informationen haben die Theaterleute für «Clämoarr!»            übernommen. Sie schildern den Alltag der Jugendlichen wie eine            scheinbar ewige Wiederholung aus stehlen, kiffen, pöbeln, Frust            und Lust.</p>
<p>Das wird durch den Neofaschisten Philipp            Austerlitz gestört, gespielt von Roland Bohr, dem einzigen Berufsschauspieler            in dieser Inszenierung. Der zweite Akt spielt in einem fiktiven asiatischen,            vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Im dritten Teil sollen die beiden            vorangegangenen miteinander verbunden werden.</p>
<p>Autor Spencer hat das Stück            im Original «Clamor», deutsch: Geschrei, genannt. Daraus            wurde für die Produktion der Jugendtheaterwerkstatt «Clämoarr!»            Dramaturg Hornung, der das Stück aus dem Englischen übersetzt            hat, weiß, warum der Originaltitel verändert wurde: «Der            Zuschauer soll Clamor nicht mit Glamour verwechseln.» Die Besucher            können sich bei der Premiere am Sonnabend, dem 11. November, um            20 Uhr im Klubhaus, Westerwaldstraße 13, davon überzeugen.</p>
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