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	<title>David Spencer &#187; die tageszeitung</title>
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		<title>die tageszeitung: Clämoarr</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2001 14:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Datum: 06.04.2001 Ressort: Rezension Autor: Liv Heidbüchel .. weil niemand die Sprache des anderen spricht Im Neuen Cinema am Steindamm: David Spencer mit einer szenischen Lesung seines Stücks &#8220;Clämoarr&#8221; Neidvoll blickt er auf den Umgang deutschsprachiger Bühnen mit Stücken: Eine in den Sand gesetzte Inszenierung bedeutet ja noch kein Aus für ein Stück. In Großbritannien [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 06.04.2001<br />
Ressort: Rezension<br />
Autor: Liv Heidbüchel</p>
<p><strong>.. weil niemand die Sprache des anderen spricht<br />
Im Neuen Cinema am Steindamm: David Spencer mit einer szenischen Lesung          seines Stücks &#8220;Clämoarr&#8221;</strong></p>
<p>Neidvoll            blickt er auf den Umgang deutschsprachiger Bühnen mit Stücken:            Eine in den Sand gesetzte Inszenierung bedeutet ja noch kein Aus für            ein Stück. In Großbritannien sei es dagegen schon schwierig,            einen Text überhaupt nochmal aufgeführt zu bekommen. Ganz            ohne Larmoyanz stellt er fest: &#8220;Deutschland ist für viele            ein ökonomisches Exil.&#8221;</p>
<p>Am Deutschen Schauspielhaus arbeitet            der 43-jährige Autor David Spencer als Projektleiter derzeit mit            SchülerInnen im Projekt &#8220;Schreibtheater&#8221;. Passend dazu            wird er am Sonntag sein vorletztes Werk Clämoarr/ Geschrei in der            Lesereihe &#8220;Stück:Gut&#8221; präsentieren. Denn Clämoarr            ist auch ein Stück über Jugendliche. Die szenische Lesung            lehnt sich stark an der Uraufführung in der JugendTheaterWerkstatt            Spandau im vergangenen Herbst an. Seitdem ist das Stück nicht mehr            gezeigt worden. Das gesamte Amateurensemble reist zur Lesung nach Hamburg.</p>
<p>Der erste Teil des Stücks spielt            in einem Berliner Park und erweckt eine Jugendgang zum Leben: Wenige            sprechen mehr als zwei zusammenhängende Sätze, zwischen Joint,            Diebesgut und Speedline bedroht und beschimpft man einander. Und, weil            es die Posse ist, hält man natürlich zusammen wie Pech und            Schwefel. Dass diese Parkidylle normale Spaziergänger belästige            und folglich Recht und Ordnung einzukehren habe, ist die Überzeugung            des rassistischen Philipp Austerlitz. Zusammen mit seinem Pitbull Satan            geht der selbsternannte Polizist Streife durch den Park. Unausweichlich            ist das mörderische Aufeinanderprallen der Jugendlichen und Austerlitz.</p>
<p>Der zweite Teil von Clämoarr zeigt,            dass lokale und globale Gewalt nicht voneinander zu trennen sind: In            einem fiktiven, asiatischen Land kommt es zwischen den gleichen Figuren            unter anderen Namen wieder zu Krieg. Versatzstücke aus schriftlichen            Übereinkünften auf weltpolitischer Ebene verleihen auch dem            zweiten Teil realistisch-dokumentarischen Charakter. Verhandlungen scheitern,            weil niemand die Sprache des anderen spricht. Alle reden in wildem Kauderwelsch:            Eine Artikulationsweise, die David Spencer sofort zu improvisieren in            der Lage ist.</p>
<p>Dass Sprachlosigkeit oft Ursache von            Gewalt ist, weiß Spencer besser als viele andere. Wie bereits            in einem Gefängnis in Manchester, arbeitet der Dramatiker auch            in der JVA Tegel. &#8220;Ein eingeknasteter Mensch ist in den verschiedenen            Schachteln von Cops, Psychologen und Richtern gefangen&#8221;, meint            Spencer. Seine Anleitung zum kreativen Schreiben versteht er als Konfliktmanagement:            &#8220;Für manche ist es schon ein Sieg, einen einzigen Satz zu            schreiben.&#8221; Clämoarr erzählt eine Menge über Gewalt.            Und darüber, dass sie noch nicht aufhört, wenn man mehr als            einen Satz sagt. Liv Heidbüchel</p>
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		<title>die tageszeitung: CLÄMOARR</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Nov 2000 14:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Datum: 17.11.2000 Ressort: Rezension Autor: Andreas Becker Die Rehabilitation des Drastischen Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau führt &#8220;Clämoarr&#8221; von David Spencer auf und lernt, wie man den wohl verdienten Beifall aushält beziehungsweise wie man am elegantesten von einer Bühne kommt &#8220;Und was machen wir, wenn die immer weiter klatschen?&#8221; Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau übt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Datum: 17.11.2000<br />
Ressort: Rezension<br />
Autor: Andreas Becker</p>
<p><strong>Die Rehabilitation des Drastischen<br />
Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt Spandau führt &#8220;Clämoarr&#8221;          von David Spencer auf und lernt, wie man den wohl verdienten Beifall aushält          beziehungsweise wie man am elegantesten von einer Bühne kommt</strong></p>
<p>&#8220;Und was machen wir, wenn die immer            weiter klatschen?&#8221; Das Amateurensemble der JugendTheaterWerkstatt            Spandau übt gerade, wie man am elegantesten von einer Bühne            kommt. &#8220;Der Mittlere drückt dem Nächsten die Hand, der            dem Nächsten &#8211; dann verbeugen sich alle&#8221; lautet die Regieanweisung            von Serdal Karaca. Na, das klappt doch schon ganz gut. Gar nicht zufrieden            ist der Kurde mit den Gedächtnislücken seiner Jungschauspieler.            Für sein Gefühl hat die Truppe bei der Generalprobe des Stücks            &#8220;Clämoarr&#8221; ein wenig zu viel improvisiert. Er schwört            alle darauf ein, am nächsten Tag vor der Premiere drei Stunden            früher im Jugendhaus Spandau zum letzten &#8220;Training&#8221; aufzulaufen.            Derweil hüpfen quietschebunte, russische Mädchen zum Aerobic            durchs Foyer, vorbei an den Jungs beim Billard.</p>
<p>Nach den Boxing-Nights im Frühjahr            ist &#8220;Clämoarr&#8221; die zweite Produktion der Spandauer in            diesem Jahr. Das Stück von David Spencer, der an der Hochschule            der Künste HdK szenisches Schreiben unterrichtet, ist kein eben            leichter Brocken. Wort- und auch sonst gewaltig versucht Spencer einen            weiten Bogen von der Spandauer Parkbank mit Graffiti bis zum Bürgerkrieg            in Bosnien und anderswo. Sogar die Uno bekommt ihr Fett weg. Die Uraufführung            zerfällt in zwei disparate Teile. Im ersten baden wir (die Zuschauer            sitzen mitten im Raum auf Parkbänken) im mitreißenden Redefluss            aus Szenejargon und Fick-Dich-Attitüde. Die Multikulti-Jugendgang            vertreibt sich die Ödnis in Clämoarr (Geschrei) mit einem            recht authentischen Mischmasch aus Zärtlichkeit, Brutalität            und Pubertät. Mit geballter Energie werfen sie sich gegenseitig            in den Dreck, wälzen sich im Rindenmulch &#8211; Gärtnerlatein für            zerhäckselte Baumreste, die den Boden des Jugendhauses an eine            Zirkusarena erinnern lassen. Die Kids klauen einen Laptop und diskutieren            beim Joint, ob man von Speed Dünnschiss bekommt. Der Feind trägt            Hundeleine. Sein Schäferhund heißt Satan.</p>
<p>An ihre Grenzen geraten die talentierten            Nachwuchsakteure beim zweiten &#8220;Clämoarr&#8221;-Teil, der anspruchsvoll            eine Analogie weltweiter Gewaltausbrüche junger Leute zu konstruieren            sucht. Der Hundebesitzer, schon im ersten Teil erschlagen, muss noch            einmal als Waffenhändler tot gemacht werden. Die Wiederholung ist            hier nicht Farce, sondern blutrünstige, lustvolle Ausschweifung.            Der Autor rehabilitiert das Drastische, als hätte er bei der &#8220;Tagesschau&#8221;            jahrelang das Schlimmste rausgeschnitten. Die Zuschauer kommen sogar            in den Genuss ihrer eigenen Scheinerschießung &#8211; unter Mithilfe            der Uno-Friedenstruppen. Eine halbe Nummer kleiner hätte der Schuh            in Spandau vielleicht doch besser gepasst.</p>
<p>Trotzdem sind 32.000 Mark Projektzuschuss            vom Senat gut angelegt, die es vor allem deshalb gibt, weil hier so            viele &#8220;Nationen&#8221; zusammenwirken. Draußen am Imbiss wird            einem dann klar, was für ein Kontrastprogramm Theaterspielen in            dieser öden Hochhausgegend ist. Die einen hängen rum und bauen            Scheiße, die andern stellen dar, wie schlimm das enden kann. Wenn            das kein Kulturfortschritt ist &#8230; Und bei reichlich Beifall lernt man            auch noch perfekte Abgänge.</p>
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